Was ist Hautkrebs und welche Formen gibt es?

Hautkrebs ist der Oberbegriff für alle bösartigen Tumore, die das größte menschliche Organ – die Haut – betreffen. Es gibt verschiedene Formen des Hautkrebses, in der Regel unterscheidet man jedoch zwischen dem Schwarzen (malignes Melanom) und Weißen Hautkrebs (Basaliom, aktinische Keratose oder Spinaliom). Beide Arten entstehen aus unterschiedlichen Zelltypen und variieren neben ihrer Form auch in der Pigmentierung, Ursache sowie an der Stelle, an der sie auftreten.

Schwarzer Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs gilt als die gefährlichste und bekannteste Art, ist jedoch nicht die am häufigsten Auftretende. Diese Form des Hautkrebses entsteht meist aus den Melanozyten, den pigmentbildenden Zellen der Haut. Krebszellen des malignen Melanoms können sich über das Blut- und Lymphsystems des Körpers ausbreiten und ebenfalls Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden, weshalb eine Früherkennung essentiell wichtig ist.

Weißer Hautkrebs

Der weiße Hautkrebs ist oftmals unpigmentiert. Hierbei werden drei verschiedene Formen von hellem Hautkrebs unterschieden:

  • das Basaliom
  • die aktinische Keratose
  • das Spinaliom

Das Basaliom ist ein halbbösartiger Tumor, der aus den Basalzellen der Haut sowie aus den Wurzeln der Haarfollikel entsteht, jedoch selten Metastasen ausbildet. Allerdings greift er das umliegende Gewebe, Knochen und Knorpel an. Das Basaliom gilt als die häufigste Form des Hautkrebses. Die aktinische Keratose ist eine frühe Form des Spinalioms. Die Hornzellen der oberen Hautschicht vermehren sich unkontrolliert, was zu rötlichen Irritationen an der Hautoberfläche führt. Das Spinaliom ist ein bösartiger Tumor, der sich aus der Stachelzellschicht heraus ausbildet. Diese Form des Hautkrebses entwickelt sich häufig im Gesicht und tritt ab dem 70. Lebensjahr vermehrt auf.

Wie lässt sich Hautkrebs behandeln?

Um einen adäquaten Umgang mit den unterschiedlichen Stadien der verschiedenen Hauttumorerkrankungen zu gewährleisten, ist die richtige Diagnose des Hautkrebses unumgänglich. In der Regel erkennen wir meist schon durch eine Betrachtung der betroffenen Hautstelle, ob eine Krebserkrankung vorliegt. Um eine genaue Diagnose stellen zu können, ist es in manchen Fällen jedoch notwendig Gewebeproben zu entnehmen. Die eigentliche Therapie richtet sich nach dem Stadium des Hautkrebses. Das betroffene Areal wird in einem chirurgischen Eingriff entfernt. In der Regel lässt sich dieser Eingriff unter örtlicher Betäubung vornehmen. Sollte der Krebs jedoch schon fortgeschritten sein, findet eine Stahlen- oder Chemotherapie Anwendung. Für den Schwarzen Hautkrebs sind die Heilungschancen besser, je frühzeitiger der Krebs diagnostiziert wird, daher raten wir Ihnen die Hautkrebsvorsorge regelmäßig wahrzunehmen.

Was ist nach der Entfernung zu beachten?

Ein Auftreten von Melanomen ist innerhalb der ersten fünf Jahre durchaus möglich, außerdem kann es auch Jahre später noch zu Rückfällen kommen. Daher ist eine regelmäßige Nachsorge und Kontrolle nach der Entfernung des Hautkrebses von hoher Wichtigkeit. Die Nachsorge ist von großer Bedeutung, damit sich der Tumor nicht unbemerkt erneut bildet und heranwächst. Wie oft eine Nachkontrolle erfolgen muss, besprechen wir mit Ihnen ausführlich in einem persönlichen Gespräch.